Hanseweg X13

Kalt ist es als wir zu neuen Ufern aufbrechen, den Höxteraner Jakobsweg sind wir gerade bis hierher gegangen und heute wollen wir uns nur in Soest auf dem neuen Weg einlaufen. Wie gehabt werden wir dann hier Etappe für Etappe zeigen, auch immer verbunden mit den zugehörigen Karten und den einzelnen Wegepunkten und das Endziel wird der Edersee sein. Der Wegeverlauf : Soest – Müllingsen – Stockum –  Wilhelmsruh – Breitenbruch – Arnsberg – Visbeck – Grevenstein – Hammerkotten –  Eslohe – Grimminghausen – Dorlar – Sellinghausen – Bad Fredeburg – Huxel – Holthausen – Niedersorpe – Oberkirchen – Nordenau – Altastenberg – Kahler Asten – Winterberg – Ruhrquelle – Küstelberg – Glindfeld – Medebach – Rhadern – Fürstenberg – Herzhausen –  Edersee und wir haben fertig, was für ein toller Weg mit Abwechselungen ohne Ende.
Hier dann der komplette Weg als GPS und auf der Karte.


Eigentlich beginnt der Weg am Bahnhof, aber wir starten am Pilgrim, eigentlich früher eine Pilgerherberge, heute eher die gehobene Gastronomie, nach Studenten sieht es da nun wirklich nicht mehr aus, aber noch vor 35 Jahren war das anders.
Zwischen den Stadtwällen geht es dahin, grün ist es geworden und auf den Bildern mag man nicht glauben das wir hier bei 9 Grad ein wenig frösteln, denn die Sonne erreicht uns hier nicht wirklich.


Heute liegt die Hochschule verweist da, aber an einem Werktag tobt hier das studentische Leben und wer in NRW etwas mit Agrar studieren möchte, der darf nach Soest kommen um zu lernen.

Jetzt aber starten wir zu unserer Etappe 02 auf dem Hanseweg, den Weg in der Karte gibt es hier.


Langsam geht es dahin uns wir gelangen immer höher hinauf, Soest liegt hinter uns und als wir auch die Autobahn erreicht haben verebbt deren Lärm langsam hinter uns, schon komisch, erst seit 1972 fahre ich auf der Autobahn von Haaren an nach Kassel und ich weiß noch, das wir Landstraße bis Kassel gefahren sind.


Müllingsen mit seinem Kindergarten verschwindet hinter uns, das haben die fein gemacht, die ganze Kindergartenanlage macht einen tollen Eindruck und ich habe das Gefühl das es da mit viel Eigeninitiative zugeht das die Kinder es so fein haben.


Raps im knallenden Gelb, aber schon wachsen die Schoten und bald sieht er dann recht trostlos aus, im Hintergrund Weihnachtsbäume, natürlich Nordmann, was anderes wollen die Menschen ja nicht mehr, Nadelt nicht, duftet nicht, also mit Weihnachtsduft in jedem Raum, das wird nix mit der Nordmann und teuer ist sie auch.


Kaserne aus der kriegerischen Zeit, heute werden hier Firmen angesiedelt da ja eine Verwendung für die Anlage gefunden werden musste, hoffen wir das es nie wieder soweit kommt das wir so viele Kasernen wie in den 70er Jahren brauchen, irgend wie lebe ich doch lieber in Frieden auch wenn das sehr schwer ist.


Der Möhnesee voraus, klasse wie er da so liegt in der prallen Sonne, das wir nur knapp 12 Grad haben mag man da glatt vergessen, also frisch auf, wir müssen hinab denn dort ist heute unser Turningpoint.

Heute geht es auf die 3. Etappe und nach der Karte wird es eine reine Waltd Etappe, nicht schlecht, denn es ist sehr drückend, zwar nur 19 Grad, aber der Boden und der Wald sind tropf nass. Bei der Karte eine Besonderheit, alternativer Rückweg ist fast nicht möglich, es gibt keine Wege, die sind alle dem Naturschutz zum Opfer gefallen, hier dann die Karte.


Wie Öl liegt der See vor uns und trotz der momentanen Flaute machen einige Segler die Boote bereit, hier ist es nicht ganz so touristisch wie an der gegenüber liegenden Seite und es gab Zeiten, da haben wir hier unseren Sonntagsausflug von Dortmund aus hin gemacht, da wäre ein Badebetrieb einfach undenkbar gewesen.


Tief im Wald verschwinden wir und es geht ständig aifwärts, leider zumeist auf Waldautobahnen, teilweise aber auch auf der Trasse einer Gasleitung. Was wir nicht sehen sind Menschen, wäre nicht zwischendurch die Ferienhaussiedlung, wir wären jenseits jeder Zivilisation.


Wovon es reichlich gibt sind diese Mordkanzeln. Nichts gegen die Jagd als solches, aber hier ist ein Naturschutzgebiet, die Wege sind stark ausgedünnt, dafür sind diese Mordkanzeln zu Hauf vorhanden, alle fein durchnummeriert das auch jeder Starschütze mit seiner Diesel fressenden Geländebäule den richtigen Hochsitz erreicht, pfui ist das.


Was für ein feines Tal, na ja, wäre nicht ein paar wenige Raser auf Motorrädern die meinen das dieses eine Rennstrecke ist, wenige, weil die Masse schnurrt friedlich dahin, aber die paar wenigen, die sorgen dafür das eine Strasse nach der anderen für Zweiräder gesperrt wird und ich kam mir schon vor wie ein gehetzter Hase.

Kurz bevor wir unser heutiges Tagesziel erreichen noch ein langsam dahin fließendes Bächlein, schon von weitem hören wir die Bundesstrasse und wissen das die Welt uns wieder hat.

Heute machen wir uns dann für die nächste Etappe bereit, es geht durch Arnsberg hindurch und wir haben oberhalb an der Bundesstrasse geparkt, na ja, der Weg war kaum noch als solcher zu erkennen um runter auf den Hanseweg zu gelangen, aber er war selbst auf der Karte am Parkplatz drauf, hier geht es dann zur Karte mit unsere Rundetappe.
Als wir das erste mal aus dem Wald kommen sehen wir die Reste der alten Festung über Arnsberg, richtig spannend liegt sie da und man kann sich gut vorstellen wie die mal über dem ganzen Tal geherrscht hat.


Stadtturm mit Tor als wir von der Festung herunter kommen in die Stadt rein, fein ist die Stadt und die Häuser sind ganz toll fertig gemacht, liebevoll aber viel Platz für Anlieferung ist nicht gerade.


Oberhalb von Arnsberg geht es toll durch den Wald dahin, schade das der Aussichtspunkt gerade renoviert wird, aber auch so kann man die Ruhe des Waldes genießen.


Die Ruhr, die kennen wir schon vom XR Ruhrhöhenweg den wir immerhin schon bis Bestwig gegangen sind, müssen wir irgend wann mal weiter gehen, aber vielleicht auch erst wenn wir pensioniert sind.


Nachdem die Tennisplätze hinter uns zurück geblieben sind, da war ein Tournier, mit einer der Starspielerinnen, zumindest vermuten wir das so laut wie er oder sie war, ist wieder Ruhe eingekehrt und wir steigen den aufgeheizten Weg hinunter.

Gleich bei unsere Nächsten Etappe, den Weg sehen Sie hier, beginnt es mit einer kurzen aber knackigen Steigung, das wird heute noch mehrmals auf uns warten.


Am höchsten Punkt ein altes Munitionslager, angeblich wird das renaturiert, aber sehen ß Ruinen tut man nix davon, wie sooft haben die Militärs es zurückgelassen nach dem Motto nach uns die Sündflut. Überall weißt der Zaun Löcher auf, aber es hat zumindest einen Zaun. Von nun an gehts bergab.


An dem bergab hatten wir nicht lange Freude denn sofort geht es wieder hinauf und davon viele Stücke in der Sonne denn überall sind die Kuppen noch kahl. Wenn Sie diesen Hochsitz sehen geht es links und dann muss der Weg irgend wann verlegt worden sein, allerdings nicht die GPS Daten die im Internet zu laden waren. Wir sind bis zum nächsten Hochsitz und dann ohne klar ersichtlichen Weg durch die Kahle Wildnis marschiert, aber immer auf den GPS Daten.


Sehr bald haben wir dann auch den X13 wieder als Auszeichnung gesehen, aber die Wegeverhältnisse wurden immer schlimmer und gipfelten in diesen nicht mehr so richtig als Weg zu erkennenden Holzhaufen mit Wasser darunter. Als wir uns da hindurch geschlagen hatten kam dann ebenfalls ein X13 von rechts.


Mit schlechten Wege Verhältnissen geht es weiter denn über mehr als einen Kilometer sieht der Weg so aus, prächtige Verhältnisse für Zecken und Kurze Hose Träger, weil das ist teilweise mit Disteln und Brennnesseln durchsetzt.


Vor uns unser Ziel für heute, Visbeck und nach den letzten Kilometern, sie gehen auf der Kreistrasse lang, sind wir nicht unfroh einen Ort zu sehen, verbunden mit der Hoffnung das es besser wird.

Heute geht es auf unsere 6. Etappe und wie die verläuft sehen Sie hier.

Pedro beim Queren der Furt, eigentlich ja schon gemein, aussenrum geht es auch, aber nachdem er dann mehrmals hin und her wetzt scheint es ihm mehr als zu gefallen, vielleicht merkt er das es so schön kühlt.

Ab in das Nichts, der Weg scheint in der Ferne zu verschwinden und auf diesem Bild kommt die Weite wie sie aus der Höhe wirkt gut zur Geltung. An diesen Panoramen kann man sich einfach nicht satt sehen, so klar wie es heute ist.


Im Fichtenwald geht es dahin, da wo er steht gefällt er uns, na ja, viele der unglaublich schönen Aussichten hier im Sauerland, ohne Kyrill wären wir über Stunden durch Fichten gelaufen, von Aussicht keine Spur, aber in der Abwechselung des Bildes liegt die Qualität des Weges.


Grevenstein vorraus, hier erwartet uns ein tolles Eis und ein klasse Kappo, allerdings auch eine Firma die wie eine gigantische Mauer das Tal beherrscht. Muss wohl so sein, schließlich müssen die Menschen auch Arbeit haben.


Blauer Himmel klare Sicht, schön wie selbst so ein alleinstehender Baum wirken kann, uns gefällt es obgleich wir froh sind das es nicht zu warm ist, so ende Juli könnten wir hier statt 20 Grad auch 30 haben was sicherlich der Schweißbildung förderlich wäre.


Der Hammerkotten von Willi Rüther, dabei handelt es sich um eine ganze Reihe von so kleinen Gebäuden die der Gute hier mitten im Wald vor seinem Ableben aufgestellt hat und sein größter Wunsch war es wenn ich dem Schild glauben schenken darf das dieses wundervolle Städtchen erhalten wird. Warum allerdings einer in die Gedenktafel schießen musste weiss wahrscheinlich nicht mal der Schütze, aber es trägt zum Bild vom Schusswaffengebrauch bei.

Heute nun geht es auf unsere siebte Etappe, diese mit Rückweg wie immer hier zu sehen.
Wald, richtiger Wald, seid Kyrill ist das nicht mehr so weit her mit langen Wegen durch tiefen Tann, zuviele Flächen sind vom Winde verweht worden, da hat sicher auch die Monokultur zu beigetragen, aber gelernt hat man nicht viel draus, wir wandern durch riesen Flächen mit Monokulturen so dass dieses hier schon ein sehr tiefer Tann ist, aber man sieht die nächste Schneise schon vorraus.


Der Kurpark von Eslohe, ein kleiner und feiner Ort, ganz ideal für Menschen die Ruhe und Beschaulichkeit suchen. Leiden tun hier ganze Generationen von Dachdeckern die hier zur Dachdeckerschule müssen und für die ist das der A der Welt.


Und wieder steigen wir im Kahlschlag auf, ob von Kyrill oder vom Eigentümer, keiner weiß es, was aber erschreckend ist, das ist der unglaublich Umfang in dem riesen Flächen gerodet und durchgeackert werden, nur um Weihnachtsbäume in Mengen anpflanzen zu können. Teilweise sieht man diese Monokulturen schon aus großer Ferne weil sie einfach rechteckig den Hang beglücken.


Oben auf dem Hügel wogt das Getreide und die Sonnenstrahlen legen sich wie ein Pinsel auf die Flächen obgleich der Himmel nicht ohne aussieht.

Die Kirche von Grimminghausen, leider ist der Weg mit einem Stahlseil blockiert, wir hätten sie uns gerne mal angesehen, so bleibt nur weiter gehen.

Die Etappe Nr. 8 bringt uns nun nach Bad Fredeburg, wie können Sie hier sehen und natürlich als Rundweg.


Wunderschön wirken die verbliebenen Fichten vor dem blauen Himmel, leider sind wir uns sicher, auch dahinter kommt nur eine Weihnachtsbaum Schonung. Neben Mais der Bringer der notleidenden Bauern, nun ja, wie das weitergeht wird sich in der Zukunft zeigen.


Nach Gutsherren Art, kurz vor Dorlar hat ein „Netter“ Gutsherr einfach einen Zaun über den Weg gezogen, prima, ich dachte aus dem Gutsherrenzeitalter wären wir raus wo der „Herr“ tun und lassen konnte was er wollte, so geht es nun erst mal nicht weiter und die Alternativen sind auch mit Zäunen verschlossen, reizende Menschen wohnen in Dorlar.


Schattenspiele eines Baumes mit Perlen dekoriert, das macht ein feines Bild und tröstet darüber hinweg das auch hier der Mais seinen penetranten Geruch in der Landschaft verbreitet, Bauern die Tiere haben stöhnen schon heute über die Futterpreise, na ja, sollen sie sich bei den Kollegen mit dem Energiemais für die Biogasanlage melden, für ihre Subventionen.


Das ist echt im Sommer die Driving Ranch eines Golfplatzes und im Winter ein Skihang, so eine Nutzung habe ich vorher noch nie gesehen, aber warum nicht nur wie man da eine Weite beim Abschlag erreichen soll ist mir schleierhaft.


Friedlich liegen die Kühe in der Sonne, sattes Grün ist dank dem feuchten Sommer reichlich da und so entspannt wie die da liegen scheint ihnen auch der Schatten nicht zu fehlen.


Das Ende des Kreuzweges herrauf von Bad Fredeburg und als wir unten sind wissen wir erst was es für eine Leistung ist den Kreuzweg hier hinauf zu machen. Fein, auch an die Tiere hatte man gedacht, links in dem Loch ist eine Schöpfkelle und Wasser und davor steht eine Schale für durstige Hunde, unserem war das Wasse zu frisch oder zu kalt, der zieht Pfützen auf Planen vor.

Heute soll unser Ziel Oberkirchen sein und von Bad Fredeburg aus ist das ein ziemliches Stück Weges, wie der verläuft sehen Sie hier, wobei das schon beim Rückweg manchmal nur auf dem Gleichen Weg läuft.


Gleich aber auch hat es uns wieder, der Wegeverlauf der GPS Spur aus dem Internet stimmt nicht mit den Schildern überein, irgend wie stolpern wir über ein Schild X13 in den Kurpark rein, macht nix, geht ja auch aber dann im Kurpark selber ist nix mehr zu finden, also grob die Richtung und ganz weit oben finden wir dann ein Schild.Ein kleines Stück weiter geht es den Hügel etwas hinunter, auch da fehlt das Schild.


Aufgefallen war uns dieser Schuttkegel schon die ganze Zeit, aber wir konnten ihn nicht zuordnen, so nah dran aber ist klar, es ist Abfall einer Firma die Schieferplatten produziert, schön nicht, aber selten.


Oberhalb von Holthausen, eine Bank mit einem tollen Blick und sie läd zum Rasten ein, eigentlich noch früh am Tage, aber wer weiß ob wir noch mal sowas tolles bekommen, also setzen und die Aussicht genießen.


Das war jetzt unvermeidlich, in Niedersorpe hatte nicht nur eine tolle Restaration am Wegesrande offen, nein, sie haben ein Wegekreuz wie ich es noch nie gesehen habe, offensichtlich aus dem Vollen geschmiedet mit einem Ausdruck der einfach nur atemlos macht, toll, mehr davon.


Oberkirchen hat Stadtschützenfest und entlang der Strasse haben einige offensichtlich die Kaffee Tafel gedeckt, mit Musik wandern wir bis kurz vor Oberkirchen, dem Punkt wo wir heute den Rückweg antreten werden, aber noch lange begleitet uns die Musik und die Landjugend, scheinbar eignet sich der Waldweg zur Umfahrung des Schützenfestes.

Heute werden wir den Kahlen Asten erreichen und wie immer geht die Etappe auf einem Rundweg der hier zu sehen ist.


Das erste Highlight, eine echte Kunstschmiede mit tollen Teilen, dazu ein Cafe mit einer Stimmung vom Feinsten, Kaffee und Kuchen sind klasse und so sitzen wir trotz des etwas schlechteren Wetters auf der Terrasse.


Irgend wie sehen nun die Wiesen schon etwas herbstlich aus, das mag auch an dem Schmuddelwetter liegen, aber so im Tal drückt es etwas das Seelenheil. Der Gedanke an den herran nahenden Winter, der will mir nicht gefallen.


Nordenau, jetzt geht es noch nach Altastenberg und dann schon auf den Kahlen Asten, Freude macht sich breit bei dem Gedanken auf dem Kahlen Asten an zu kommen. In Nordenau selber fällt auf, fest in der Hand Hollands, aber wenn die nicht wären sähe es hier bestimmt schlecht aus denn auch so scheint das eine oder andere leer zu stehen.


Altastenberg vorraus, hier ist es auch sehr holländisch, ein großes Hotel zum Beginn des Ortes steht zum Verkauf, der Immobilienmakler sitzt in Holland, sonst aber macht der Ort einen netten Eindruck, leider geht der Weg jetzt einen tüchtigen Teil an der Hauptverkehrsstrasse lang.


Der Kahle Asten, kahl wie noch was aber irgend wie toll, diese wenigen Bäume fotographiere ich seit jahrzehnten, sie scheinen sich nie zu verändern, wahrscheinlich immer nur ein ganz kleines Stück.

Heute heißt es die Etappe 11 in Angriff zu nehmen, wir wollen ja mal ankommen. Den Weg wie gehabt hier.


Was für ein Wetter oben am Kahlen Asten, wir machen einen Schlenker über den Parkplatz um noch etwas von der tollen Weitsicht dort oben zu haben und eigentlich hätte man dort auf der Bank die nächsten zwei Stunden sitzen können.


Wunden in der Landschaft, mit gigantischem Aufwand werden dort eine 8er Sessselbahn errichtet, wenn ich richtig gelesen habe schafft die dann über 3000 Personen pro Stunde, na hoffen wir mal für die Banken das die auch kommen und das genug Schnee ist, sonst wurde die Landschaft umsonst zerstöhrt. Wir machen uns auf den Weg um so schnell wie möglich aus diesem Umfeld zu verschwinden, in Winterberg ist es auch nur voll und laut, da gefiel Alt Astenberg doch weit aus besser.


Blick zurück auf Winterberg, aber nicht mal in der Distanz ist das sehenswert, zu dominant das Ei von Winterberg, es ist ein Hotel und genau wie die Seilbahn erschlägt die Optik einfach alles, nun, das ist in Winterberg so denn auch die Freizeitdörfer sind alles andere als hübsch in der Landschaft. Dafür lässt man allerdings den Bahnhof komplett vor sich hin modern.


Juhu geschafft, wir haben auch die Monumentalbauten Winterbergs hinter uns gelassen und holen erst mal viel Luft, noch ist sie ja frisch, aber wer weis was denen noch alles einfällt was man so bauen kann.


Die Quelle der Ruhr, fast schon Idyllisch und sehr ruhig, hierher verirren sich nur vereinzelt Menschen und die sind doch eher ruhig und nicht lärmend unterwegs.

Nun geht es auf zur nächsten Etappe, spät im Jahr ist es und ob wir noch den Edersee erreichen, wer weiß das schon, aber hier gibt es die Etappe auf der Karte.

Blau, blauer…. nun ja, frisch ist es noch, aber wir sollen noch mal 20 Grad bekommen, also feinstes Wanderwetter und dieses Wetter tröstet auch über das vom Herbst angehauchte Umfeld hinweg.


Warum diese kahle Fläche? Nun das ist eine total platt gemachte Fläche in der schon ganz kleine Weihnachtsbäume stehen, im Hintergrund die etwas größeren und rund herum stehen sie in unterschiedlichsten Größen schon für Weihnachten ausgezeichnet.


Die Farben des Herbst, von grün über gelb nach rot, fein sieht es aus, auch wenn eines klar ist, bei unserer nächsten Etappe ist da kein Laub mehr, kahl ist dann alles bis auf die Tannen und Fichten.


Irgend wie wirkt die Färbung des Laubes wie ein letztes Aufbäumen der Natur bevor es in den Winterschlaf geht, fein ist das und die Wärme des Tages tut mal richtig gut.


Kirchlein in Glindfeld, klein und fein liegt sie da in der Sonne und ein Stück vorher war eine Hütte des örtlichen Wandervereins, toll gepflegt und man merkte gleich, hier kümmert sich wer um die Belange des Wanderers.

Unglaublich, aber seid Ende Oktober 2012 konnten wir nicht weiter, erst war es zu nass, dann die Tage zu kurz und in 2013 bis Ende Juni fast durchweg kalt und nass, Ende Juni sind wir bei 6 Grad am Edersee gewandert. Jetzt aber passt es, also gibt es hier die neue Etappe.

von Glindfeld nach MündenKurz und knackig geht es den Hügel hinauf zu einem ganz tollen kleinen Kirchlein. Das hält dann auch noch eine Überraschung bereit, es ist der Zielpunkt eines zweiten Kreuzweges, dem aus Medebach. Leider hat hier oben einer im Wald alles abgeholzt so dass es nicht so idyllisch ist wie es noch vor ein paar Wochen gewesen sein dürfte.

von Glindfeld nach MündenIn Medebach ist Schützenfest und der halbe Ort ist auf den Beinen. Gute Stimmung und festlich gekleidete Menschen bevölkern die Strassen und der eine oder andere fällt aus der Rolle, wanken und grölen am Nachmittag ist doch etwas befremdlich, vielleicht hätte da das Amtsgericht gleich mal eingreifen können.

von Glindfeld nach MündenZügig lassen wir den Ort hinter uns und schon bald haben wir wieder eine unglaubliche Ruhe, niemand da, alles zu Hause um die Wärme ab zu federn, die steht wallend über den Feldern und heizt auch unseren Weg mächtig auf.

von Glindfeld nach MündenZügig lassen wir die offenen Flächen hinter uns und verschwinden im Wald. Ein Traum von Pfad zieht sich den Hügel rauf, leider sehr stark bewachsen und als ich mit meiner kurzen Hose da raus bin, sind die Beine etwas gerötet.

von Glindfeld nach MündenDann wieder die Weiten in der Sonne, teils abgeerntet, teils noch bereit zum Ernten, aber die Schatten der Wolken kommen gut, denn inzwischen ist die Temperatur im Schatten schon auf 24 Grad geklettert. Für heute war es das, wir verlassen den Weg, aber wir kommen wieder.

Wir starten zu unserer Etappe 14, wie üblich hier auf der Karte zu sehen.

von Münden nach HerzhausenGleich beginnt es wieder mit einer Steigung und wer gedacht hatte so kurz vor dem Edersee hätte es sich erledigt mit den Hügeln, den müssen wir enttäuschen, es geht einfach fein durch den Wald nach oben, rauf nach Rhadern.

von Münden nach HerzhausenNach der Hitze der vergangenen Wochen ist es erst einmal schön kühl als wir uns so durch die Äcker rund um Rhadern bewegen, überall hört und sieht man die Mähdrescher fahren nur der Mais, der ist hier nur halb so hoch wie bei uns.

von Münden nach HerzhausenAbwärts geht’s ins Tal unterhalb von Fürstenberg und wir sind froh das wir zur Sicherheit das GPS dabei haben, der Weg ist kaum zu erkennen und wir holen uns etwas Nesseln, ich zumindest mit meiner kurzen Hose. Dafür ist die Optik des Tales ein Traum.

von Münden nach HerzhausenEin Relikt aus einer besseren Zeit, verfallen ist das Kneip Becken und wer das hier unterhalb von Fürstenberg für wen in den Wald gebaut hat, keiner weiß es aber schade ist es schon, es wäre ein feiner Platz zum Rasten gewesen und im Bach plätschert es trotzdem es lange nicht geregnet hatte.

von Münden nach HerzhausenBald ist die Optik wieder auf Fernsicht gebürstet und der Weg macht seinem Namen wieder alle Ehre, Hanse, man hat das Gefühl das hier schon zur Zeit der Hanse Menschen gewandelt sind. Wieder ist der kurze Mais im Bild, komisch sieht der schon aus.

von Münden nach HerzhausenDas letzte mal geht es hinunter und plötzlich liegt mitten im Wald ein Mensch vor uns im Schlafsack, das sieht sowas von lustig aus, aber wie sich rausstellt ist es eine Station eines Ferienspiels wo die Kids Fragen beantworten müssen. Fein ist das heut zu Tage noch Kids im Wald zu sehen.

Resümee oder wie man es so nennt, es war ein wunderschöner Weg mit tollen Rückwegen. High Light’s die in Erinnerung blieben, der Möhnesee von Oben, Aensberg, eine tolle Stadt mit einer Klasse Fußgängerzone, Der Holländer Hof in Grevenstein das als Markenzeichen eine gigantische Mauer hat, das Cafe mit der Kunstschmiede in Oberkirchen, der Kahle Asten wo wir einen Abstecher auf ein Weizen zum Nordhang genommen haben, das Atom Ei in Winterberg und das Schützenfest in Medebach, so wie Schützenfeste halt sind. Der Weg als Ganzes, toll, schade das wir nie einen Wanderer darauf getroffen haben, so oft wird er wohl nicht mehr gegangen.

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